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Gay Kontakte in Berlin: Das sind die Top-Adressen um Schwule kennen zulernen

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt unseres Landes, sondern gilt auch als Weltstadt der Kultur, Wissenschaften, Medien und der Politik. Mit seinen rund 3,6 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 892 km² ist es die Flächengröße Stadt Deutschlands und die bevölkerungsreichste Stadt in ganz Europa. Zu den wichtigsten Wahrzeichen der Stadt gehören das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude, die Museumsinsel und das Holocaust-Denkmal. Neben diesen absolut sehenswürdigen Wahrzeichen hat Berlin jedoch noch viel mehr zu bieten, wie beispielsweise eine sehr ausgeprägte Gay Szene.

Schwule kennenlernen in Berlin

Warum ist Berlin für Schwule so spannend?

Berlin gilt bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts als einer der wichtigsten Städte für Schwule (Abgesehen von der Zeit des Nationalsozialismus natürlich). Dadurch ist Berlin inzwischen auch zu einem Hotspot der schwulen Sextouristik geworden, der auf der ganzen Welt bekannt ist. Dadurch kannst du in dieser Stadt Schwule verschiedenster Art kennenlernen. Egal ob du eine Sommerromanze, eine langfristige Beziehung oder einfach nur einen schnellen Fick suchst – Berlin bietet für jeden Gay das passende Erlebnis.

Du fragst dich, wo du als Schwuler in Berlin neue Kontakte & Liebschaften finden kannst? Neben der Möglichkeit der Kontaktaufnahme über unsern Gay Chat haben wir für dich auf dieser Seite einige Hotspots aufgelistet, an denen du viele andere Schwule treffen kannst. Natürlich eignen sich die Locations auch perfekt für ein erstes Date mit jemandem, den du über unseren Gay Chat kennengelernt hast.

Gay Bars in Berlin

In Berlin gibt es zahlreiche Bars für Schwule, Lesben, Transgender & die gesamte LGBTQ+ Community. Im nachfolgenden haben wir dir eine Auswahl einiger Gay Bars zusammengestellt, die wir besonders gut finden. Die Reihenfolge stellt dabei keine Wertung dar.

Berliner Schwulentreff Nr. 1 : Saint Jean Bar

Adresse: Steinstraße 21 im Stadtteil Berlin-Mitte

Die Saint Jean Bar ist eine beliebte Szenebar. Die Gay Kneipe ist immer gut besucht und bietet dank des gemischten Publikums (Alter häufig zwischen 20 und 40) sehr viel Abwechslung. Besonders in Erinnerung blieb uns das zurückhaltende, aber trotzdem ausgefallene Innendesign der Kellerkneipe. Vielleicht ist nur das Licht etwas zu Dunkel.

Die Kosmopolitische Schwulenbar unter französischer Leitung ist eine super Anlaufstelle, wenn du nach einem Ort zum Abschalten, Trinken und Kennenlernen neuer Leute suchst. Dank der guten Drinks, der coolen Leute und der nicen Musik kommt garantiert keine Langeweile auf. Zu Trinken empfehlen wir dir vor allem den Moscow Mule – aber auch die Gin-Auswahl ist nicht zu verachten.

Roses Bar: die Nr. 2 der Berliner Gay Treffpunkte

Adresse: Oranienstraße 187 im Stadtteil Kreuzberg

Von außen ist die Roses Bar mit ihren schwarzen und gelben Kacheln eher unscheinbar. Sobald du einen Fuß in diese in Berlin legendäre Schwulenbar setzt, kommst du dir vor wie in der Villa Kunterbunt. Wenn du es hell, kitschig und pink magst dann bist du hier genau richtig. Die mit rosa Plüsch verkleideten Wände und die gesamte Inneneinrichtung steht in einem krassen Kontrast zur Saint Jean Bar. Doch das Konzept dieser Gaykneipe scheint aufzugehen, denn im Roses bist du in der Regel nie allein und kannst Feiern bis die Sonne aufgeht.

Auch wenn das Roses seit langem als Schwulentreff-punkt gilt, hat sich das Publikum in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Berliner Gayszene versammelt sich hier immer seltener. Dafür finden sich jedoch immer mehr schwule Touristen aus aller Welt in der kleinen aber feinen Kneipe ein. Wenn du ein Multikulturelles Publikum bevorzugst, solltest du hier unbedingt mal vorbeischauen.

Berliner Gaytreff Nr. 3 : Capture

Adresse: Wühlischstrasse 32 im Stadtteil Friedrichshain

Selbst für eine Hochburg der Schwulenszene ist diese Kneipe etwas ganz besonderes. Denn das Capture ist die erste deutsch-türkische Schwulenbar der Stadt – und das ist selbst für Berlin nicht alltäglich. Allerdings überzeugt diese Gay Bar nicht nur durch diesen kulturellen Hintergrund. Super freundliches Personal, eine ansprechend designte Einrichtung und die fairen Preise machen das Capture zu einer beliebten Anlaufstelle für Schwule aus ganz Berlin. Wenn du in der Stadt zu Besuch bist, darf diese Schwulenkneipe auf keinen Fall auf deiner Besuchs-liste fehlen!

Berliner Schwulentreff Nr. 4 : Heile Welt Bar

Adresse: Motzstraße 5 im Stadtteil Schöneberg

Die Heile Welt Bar bietet eine unverkrampfte Atmosphäre, die sich ideal zum Flirten eignet. Dank des freundlichen Personals, der schmackhaften Cocktails mit hohem Alkoholgehalt und die ansprechende sowie stilvolle Einrichtung machen es einem leicht, hier den ganzen Abend zu entspannen. Dank der zentralen Lage eignet sich die Gay Bar auch als guter Treffpunkt, um nach ein paar Getränken in
einen Club weiter zuziehen – oder zurück nach Hause, falls du dir jemanden abgeschleppt hast (oder abgeschleppt wurdest).

Schwulentreff Nr. 5 : The Coven

Adresse: Kleine Präsidentenstraße 3 im Stadtteil Mitte

Das The Coven ist eine weitere Gaybar in Berlin-Mitte und zeichnet sich durch einen edlen Stil bei der Einrichtung aus. Dank der dunklen und maskulinen Farben kann man sich hier als Schwuler direkt heimisch fühlen und in entspannter Atmosphäre Flirten und Feiern.

Berliner Schwulentreff Nr. 6 : Betty F

Adresse: Mulackstrasse 13 im Stadtteil Mitte

Auch das Betty F findest du in Berlin-Mitte. Das Publikum der Bar ist bunt gemischt und umfasst nicht nur schwule, sondern alle aus der LGBTQ+ Szene – und das vor allem zu späterer Stunde. Hier versammeln sich vor allem all jene, die es Nachts nicht in die Clubs zieht. Seinen besonderen Charme verdankt das Betty F neben dem hervorragenden Service auch seiner bewusst trashigen Einrichtung. Jeder Schwule (aber natürlich auch Lesben, Transgender & Co.) sollte diese Szenebar in Berlin zumindest einmal besucht haben.

Nr. 7 : Möbel Olfe

Adresse: Reichenberger Straße 177 im Stadtteil Kreuzberg

Sich selbst bezeichnet das Möbel Olfe eher als Trinkhalle, statt als Bar und ist definitiv eine eher alternative Szenebar, die in einem ehemaligen Möbelhaus untergebracht ist. Unweit vom Kottbusser Tor empfängt das Möbel Olfe seine Besucher mit offenen Armen, freundlichem Personal und einer zurückhaltenden, aber trotzdem schicken Einrichtung.

In einer entspannten Atmosphäre kannst du hier entspannt flirten, ein Feierabendbier genießen oder dich mit den unterschiedlichen Besuchern aus aller Welt unterhalten. Dank regelmäßig wechselnder Veranstaltungen und vielen verschiedenen DJs ist dabei kein Abend wie der andere. Im “Olfe”, wie die Gaybar liebevoll von den Kennern der Szene genannt wird, erwartet dich definitiv ein Abend feuchtfröhlicher Unterhaltung.

Berliner Schwulentreff Nr. 8 : Barbie Deinhoff’s

Adresse: Schlesische Straße 16 im Stadtteil Kreuzberg

Das Barbie Deinhoff’s verrät jedem schon vor dem Betreten, wohin der Hase in dieser Kneipe läuft. Das Pinke Neonschild über der Tür, ebenso wie die teilweise Pinke fassade geben einen guten Vorgeschmack auf das, was dich im inneren erwartet. Regelmäßig wechselnde DJs, Erotiktänze und Ausstellungen junger Künstler an den Wänden verleihen dem Barbie Deinhoff’s einen unverwechselbaren Charme. Diese Schwulen- und natürlich auch Lesbenbar bietet dir an jedem Tag der Woche einen angenehmen Abend, der in Erinnerung bleibt.

Weitere Schwulenbars in Berlin

Neben den hervorragenden Schwulenkneipen, die wir dir oben vorgestellt haben, gibt es natürlich noch viele weitere heiße Anlaufstellen, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind:

  • Bierlaune
  • Café 206
  • Club Amsterdam
  • Dreizehn
  • Ficken 3000
  • FlipFlop

  • Greifbar
  • Große Freiheit 114
  • Hafen
  • Himmelreich
  • Joschi’s Bar
  • Kumpelnest 3000

  • Prinzknecht
  • Pussy Cat
  • Stiller Don
  • SUX
  • Tom’s
  • Zum schmutzigen Hobby

Die heißesten Treffpunkte: Saunas für Schwule in Berlin

Obwohl die Gayszene in Berlin stark vertreten ist und Schwule aus aller Welt nach Berlin reisen, um diese Szene zu erleben, sind Gay Saunas in unserer Hauptstadt leider extreme mangelware. Waren es vor einigen Jahren noch 3, gibt es inzwischen nur noch eine einzige Sauna, die sich explizit an (Schwule) Männer richtet – Den Boiler.

Die einzige Schwule Sauna in Berlin: Der Boiler

Adresse: Mehringdamm 34 im Stadtteil Kreuzberg

Ein heißer Aufguss, eine sinnliche Berührung – und du mittendrin. Der Boiler, ansässig im Bergmannkiez in Berlin Kreuzberg, ist eine bekannte Männersauna. Auf 1.500 m², verteilt über drei Etagen, überzeugt die Gaysauna mit einer modernen Einrichtung, geräumigen Sauna-Bereichen und fairen Preisen. Das Personal ist sehr freundlich und reinigt die komplette Anlage regelmäßig – Sauberkeit ist hier ein wichtiges Thema. Das Angebot des Boilers umfasst Massagen, Kurse (bspw. Yoga), eine finnische Sauna, eine Dampfsauna, ein großes Warmbadebecken und natürlich zahlreiche Kabinen, in die man sich zurückziehen kann.

Da der Boiler die einzige Schwulensauna in Berlin ist, ist hier meistens auch relativ viel los. Dabei variiert das Publikum von Jungen Hüpfern bis hin zu alten Hasen. In der Sauna kann man nicht nur Schwitzen (und zwar auf verschiedene Arten), sondern sich auch entspannen, etwas trinken oder essen. Dank des großen Angebots eignet sich der Boiler daher auch für einen längeren Aufenthalt.

Ein Tipp: Die Dampfsauna ist die ideale Kontaktfläche für sexuelle Erlebnisse. Aber auch wenn die Sauna definitiv auf Schwule Gäste ausgelegt ist, sollte man eine zurückgeschobene Hand oder ein “Nein” natürlich respektieren.

Der Boiler sollte bei jedem Schwulen, der Berlin besucht, ganz weit oben auf der Liste stehen!

Was ist mit den Schwulen Saunas in Berlin passiert?

Das der Boiler die einzige Gay Sauna in Berlin ist, hat nichts mit mangelnden Besucherzahlen oder einer zu kleinen Szene zu tun. Aber warum gibt es dann nur noch eine einzige Sauna für Schwule in Berlin?

Die Apollo Sauna

Eine der bekanntesten Gay Saunas in Berlin neben dem Boiler war die 1981 eröffnete Apollo Sauna, später als Apollo Splash Club bekannt. Fast vier Jahrzehnte lang war diese Gay Sauna eine bekannte Institution in Berlin. Schwule aus der ganzen Stadt und aus dem Ausland versammelten sich hier, um gemeinsam zu schwitzen, zu entspannen und natürlich um zu Vögeln.

Für viele galt das Apollo als äquivalent zu den großen Sextempeln in New York City und San Francisco. Während die dortigen Gay Saunas jedoch im Zuge der Aids-Krise geschlossen wurden, florierte das Apollo bis zum Mauerfall 1989. Nach der Vereinigung eröffneten immer mehr Saunas für Schwule – und langsam verblasste der Glanz des Apollos. Nach der Jahrtausendwende wurde der Ruf des Apollos nach und nach schlechter, wobei die Sauna nach wie vor gut besucht wurde.

Anfang 2017 kam der Schlussstrich für die einst so glorreiche Gay Sauna. Kurz nach 22 Uhr am 5. Februar bemerkten Besucher einen Brandgeruch. Schwarzer Qualm breitete sich im ganzen Gebäude aus, ausgehend von einem Brand im Keller. Aufgrund des, wofür das Apollo berühmt war,Labyrinthartigen Aufbau der Sauna im Untergeschoss wurden die Löscharbeiten enorm erschwert. Drei Besucher der Schwulen Sauna schafften es nicht aus dem Gebäude und starben an einer Rauchvergiftung. Da nach einer Untersuchung klar wurde, dass das Apollo seit 2009 enorm gegen Brandschutzbestimmungen verstoß, wurde bisher keine Wiedereröffnung des Gay Sauna Clubs erlaubt.

Die Gate Sauna

Die Gate Sauna eröffnete 1994 in Berlin und folgte dem Vorbild der Apollo Sauna. Die Gate Sauna gehörte zu den beliebtesten Gay Saunas in Berlin und war bekannt für eine angenehme und lockere Atmosphäre.

Die Gate Sauna wurde nach über 20 Jahren am 30. November 2016 geschlossen. Grund hierfür war der auslaufende Mietvertrag, der durch die Vermieter – eine Immobiliengesellschaft – nicht mehr verlängert wurde. Trotz Medienwirksamer Versuche des Betreibers und der Mitarbeiter der Sauna konnte keine Verlängerung der Mietzeit erwirkt werden. Der damalige Geschäftsführer Wolf Dietrich Kuppe äußerte sich zu dem Thema mit den Worten “man will uns da einfach nicht mehr haben.”

Die Treibhaus-Sauna

Auch die Treibhaus-Sauna gehörte zu den beliebtesten Gay Saunas der Stadt Berlin. Sie wurde 1993 eröffnet und befand sich im Stadtteil Prenzlauer Berg. Genau wie die Gate Sauna war auch für die Treibhaus-Sauna ein auslaufender Mietvertrag der Henker. Das Gebäude, in dem die Treibhaus-Sauna eingemietet war, wechselte während des laufenden Vertrags den Besitzer. Der neue Vermieter hatte kein Interesse daran, weiterhin eine Sauna für Schwule in seiner Immobilie zu beherbergen. Dadurch musste die Treibhaus-Sauna 2013 für immer schließen.

Er sucht ihn: Cruising in Berlin

Schwule Outdoor Erlebnisse gehören mit zu den aufregendsten Abenteuern, die man in Berlin erleben kann. Dank der großen und vielfältigen Gayszene in Berlin kann man, trotz der immer mehr auf kommenden Apps und Chats, über die man sich verabreden kann, immer noch viele andere Gays treffen. Dabei geht es nicht mal nur um Sex an sich, sondern auch um das Gefühl beobachtet zu werden – oder natürlich andere zu beobachten. Ob du mit dem Auto, oder mit dem Fahrrad unterwegs bist, hier sind die beliebtesten Cruising Plätze in Berlin:

Berliner Cruising Platz Nr. 1: Arkenberge Baggersee

Der Arkenberge Baggersee liegt in Pankow-Buchholz und ist ein beliebter Gay Cruising Platz mit eher reiferem Publikum. Der See ist leider nicht zum Baden geeignet, aber drumherum gibt es zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten.

Berliner Cruising Platz Nr. 2: Berliner Tiergarten am Goldfischteich

Der Tiergarten in Berlin ist ein beliebter Outdoor-Sex Treffpunkt. Sobald die Dämmerung einsetzt, beginnt der Spaß. Dank zahlreicher Gebüsche und anderer Möglichkeiten zum Verstecken kann man sich hier mit Männern jeden Alters ohne Probleme vergnügen. Da der Tiergarten auch international bekannt ist, findest du hier Gays aus aller Welt.

Berliner Gaytreffpunkt Platz Nr. 3: Grunewald

Unweit vom gleichnamigen S-Bahnhof liegt der Grunewald, eine beliebte und stark frequentierte Gay Cruising Area. Hier kannst du fast immer jemanden für ein bisschen Spaß finden, egal ob Jung oder Alt. Orientiere dich am Parkplatz neben der Baumschule und schlendere einfach in den Wald hinein.

Grunewald – Jagen 87 & 90

Inmitten des Grunewalds gibt es zwei größere Wiesen, die Tagsüber vor allem von FKK-Fans fürs Sonnenbaden genutzt werden. Auch diese Plätze sind hervorragend für das Gay Cruising geeignet.

Berliner Cruising Platz Nr. 4: Hasenheide

Die Hasenheide in der Nähe des Tierparks Neukölln ist vor allem beim jüngeren Publikum sehr beliebt. Neben den guten Möglichkeiten zum nackt sonnen findet man hier problemlos jemanden fürs entspannte Cruising.

Platz Nr. 5: Kaulsdorfer Seen – Habermannsee

Dieser Gay Cruising Platz erfreut sich immer mehr beliebtheit bei Jung und Alt. Dank vieler Rückzugsmöglichkeiten ist der Platz um diese Seen extrem gut geeignet, um neue Kontakte zu treffen.

Berliner-Cruising-Platz Nr. 6: Landschaftspark-Herzberge

Der Landschaftspark-Herzberge liegt am ehemaligen Freibad und besticht vor allem durch seine ruhige Lage. Hier kann man immer wieder andere Gays treffen, die diesen Rückzugsort in der Natur genießen.

Park am Buschkrug

Tagsüber trifft man die meisten potenziellen Kontakte direkt am Rosengarten, gegenüber dem U-Bahnhof und am Eingang der Blaschkoallee. Ab Einbruch der Dunkelheit finden sich die meisten Gays auf dem Hügel an der Buschkrugallee Ecke Blaschkoallee und Teterower Straße.

Berliner Gay Cruising Platz Nr. 8: Plänterwald

Wenn du in der Nähe vom Eingang zum Spreepark links in den Wald hinein gehst, gibt es im Plänterwald zahlreiche Büsche und andere Möglichkeiten, die sich ideal fürs Gay Cruising eignen. Der Spot ist noch relativ neu, wird jedoch immer häufiger von Schwulen besucht.

Platz Nr. 9: Preußenpark

Im Preußenpark ist immer was los. Tagsüber kann man hier zwar auch gute Kontakte knüpfen, richtig zur Sache geht es aber meistens erst Abends. Hier kann man sowohl nationale als auch internationale Jungs und Männer treffen.

Gay Cruising Nr. 10: Siegessäule Berliner Cruising-Platz

Direkt an der Siegessäule, einem der Wahrzeichen von Berlin, gibt es einen perfekt für das Gay Cruising geeigneten Wald und WC-Häuschen, in dem man Tagsüber und Nachts auf andere Schwule treffen kann. Das Alter variiert und ist bunt gemischt.

Berlin und die Geschichte der Schwulen

In Berlin wurden Schwule, wie fast in aller Welt, seit dem Mittelalter verfolgt, getötet, eingesperrt oder des Landes verwiesen. Der erste Schritt der Besserung zeigte sich 1852, als der Mediziner Johann Ludwig Casper einen Aufsatz veröffentlichte, laut dem Homosexualität keine Krankheit oder ein Verbrechen sei. Vielmehr werden Schwule mit dieser Sexuellen Orientierung geboren und wären demzufolge nicht schuldfähig. 1869 folgte die Forderung des Berliner Arztes Rudolf Virchow, dass das Gesetz, laut dem homosexuelle Handlungen unter Strafe zu stellen, gestrichen werden muss. Diese Forderung hatte jedoch keine Auswirkungen. Auch mit der Einigung des Deutschen Reiches 1871 änderte sich die gesetzliche Einstellung gegenüber Homosexuellen Männern nicht und die Unzucht unter Männern blieb weiterhin verboten.

Erste Fortschritte und herbe Rückschläge für Schwule und Lesben

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, genauer am 15. Mai 1897, gründete der Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee, die erste dokumentierte Homosexuellen-Bewegung überhaupt. Bis 1905 stieg die Mitgliederzahl der Organisation von den drei Gründungsmitgliedern auf über 400 Personen an. Das Hauptziel des Komitees war die Abschaffung des
Gesetzes gegen Schwule. Und obwohl das Gesetz nicht abgeschafft wurde, entwickelte sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts trotzdem eine Blühende Schwulenszene in Berlin, die Besucher aus aller Welt anlockte. Diese Entwicklung setzte sich bis 1933 fort. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 3. März fand diese Entwicklung jedoch ein jähes Ende. Homosexuelle wurden verfolgt, eingesperrt und ermordet.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs und dem Ausruf der Demokratie hätte sich für die Schwulen und Lesben eigentlich alles ändern sollen. Trotzdem dauerte es in Westdeutschland bis 1969, bis die Gesetzeslage gegenüber Homosexuellen entschärft wurde. Und erst 1994 wurde das Anti-Schwulen-Gesetz vollständig abgeschafft. Nach der entschärfung 1969 begann die Schwulenszene in Berlin jedoch schnell damit, sich weiterzuentwickeln und auszubreiten. Es wurden zahlreiche Kneipen, Bars und Saunen ausschließlich für Homosexuelle eröffnet. Diese Zeit war der Anstoß für die moderne Schwulen- und Lesbenbewegung, wie wir sie heute in Deutschland kennen.

Der Christopher Street Day in Berlin

Nackte Haut, viel Lack und Leder, auffällige Perücken und Federboas: Der Umzug zum Christopher Street Day in Berlin ist nicht nur einer der größten Straßenumzüge der Stadt, sondern auch in ganz Europa. Zum ersten Mal fand der CSD in Berlin am 30. Juni 1979 statt. In den ersten 10 Jahren war die Beteiligung am CSD eher schwach. Seit 1990 steigen die Teilnehmerzahlen jedoch stetig. Im Jahr 2000 nahmen zum ersten Mal 500.000 Menschen am Christopher Street Day teil. Der Berliner CSD lockt jedes Jahr Besucher aus aller Welt an. Auch Politiker beteiligen sich am CSD und fahren teilweise mit eigenen Wagen beim Umzug mit. Dieses klare Zeichen der Politik für Akzeptanz und Toleranz ist ein wichtiges Signal an die Bevölkerung.

2019 sprengte der Berliner Christopher Street Day einen beachtlichen Rekord: Zum ersten Mal nahmen mehr als eine Millionen Menschen an den Straßenumzug teil. Dabei geht es beim CSD nicht mehr nur um die Rechte von Schwulen, Lesben, Transgender & Co., sondern hat auch etwas politisches an sich. Mit Plakaten wie “Kein Sex mit Nazis” und dergleichen setzen die Teilnehmer des CSDs Zeichen für Gleichberechtigung aller Religionen und Gruppierungen.

Berlins erster schwuler Bürgermeister

2001 gab es einen starken Ruck durch die Deutsche Politik. Klaus Wowereit kandidierte als Bürgermeister für Berlin und bekannte sich bereits vor der Kandidatur offen zu seiner Homosexualität. Bekannt wurde er vor allem durch den Ausruf “Ich bin schwul – und das ist auch gut so!”.