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Schweiz: Liebe und Ehe für alle!

Schweizer Parlament erlaubt endlich die Ehe für alle

2020 hat nicht nur Schattenseiten und schlechte News parat. Aus der Schweiz wird aktuell eine „frohe Botschaft“ verkündet, die zur Folge hat, dass nach dem Lockdown sicherlich sehr viele Hochzeitsglocken läuten werden. Denn: nun soll es in der Schweiz auch homosexuellen Paaren gestattet werden, zu heiraten.

Auch wenn sich unter anderem die europäischen Länder der LGBTQ Community immer mehr annähern, gibt es immer noch Staaten, in denen die Heirat von Homosexuellen verboten ist.

Im Zentrum Europas im Norden und im Süden sind die Bürger mittlerweile weitestgehend offen bzw. etwas toleranter für Menschen mit einer anderen Sexualität und Lebensweise geworden. Im Osten herrscht hingegen noch großer Nachholbedarf.

Der Beschluss im Detail

Am Freitagvormittag beschloss das Parlament die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz mit einer großen Mehrheit von mehr als 65 Prozent.

Somit erhalten Homosexuelle nun fast die gleichen Rechte, die auch heterosexuelle Paare haben.

Wie so oft gibt es jedoch leider in gewissen Bereichen noch Ausnahmen. Beispielsweise wird (bei lesbischen Paaren) bei einer Schwangerschaft durch Samenspende die Partnerin der Mutter nicht automatisch als Elternteil gesehen.

Das bedeutet: Es müssen weiterhin Adoptionspapiere unterzeichnet werden. Momentan setzen sich jedoch bereits viele Aktivisten und Aktivistinnen dafür ein, dass sich genau das ändert.

Übrigens: bei diesem Beschluss handelt es sich um keine spontane Gesetzgebung. Vielmehr wurde hierüber schon im Jahre 2013 im Parlament angesprochen. Jetzt, 2020, ist es endlich so weit.

Die Schweiz zeigte sich mit diesem Schritt liberal und tolerant gegenüber der LGBTQ Community und könnte dementsprechend möglicherweise als Vorbild für viele anderen Länder gelten, die eventuell noch nachziehen werden.

Die Schweizer Ehe für alle – nicht alle sind begeistert

Was für viele Schweizer ein Grund zur Freude ist, ist einigen ein Dorn im Auge. Politiker und Politikerinnen der SVP und andere Konservative möchten gegen dieses Gesetz angehen.

Um die legale Ehe für alle in der Schweiz trotz der erfolgten Abstimmung zu stoppen, werden aktuell Unterschriften gesammelt. Genau dieses Vorhaben könnte aber nach hinten losgehen.

Zumindest LGBTQ Aktivisten und Aktivistinnen blicken mit einem Lächeln auf die Initiative. Denn in der Schweiz hat die Mehrzahl der Bürger kein Problem mit der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Im Rahmen mehrerer Umfragen zeigte sich in der Vergangenheit, dass sich die Community hier über eine verlässliche Unterstützung durch Heterosexuelle freuen kann.

Ehe für alle: ja oder nein? Wie ist die Lage in Europa?

Die Nachbarländer der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Österreich haben die gleichgeschlechtliche Ehe bereits in den Vorjahren erlaubt.

Wie kontrovers dieses Thema jedoch ist, zeigt sich immer wieder am Beispiel anderer Länder, wie zum Beispiel Italien. Hier wird noch strikt auf dem Verbot der Ehe von homosexuellen Paaren beharrt.

Besonders belastend ist die Lage für gleichgeschlechtliche Paare jedoch vor allem im Osten Europas. Es wäre daher sicherlich ein wenig naiv, anzunehmen, dass die Politik, zum Beispiel in Polen oder in Ungarn, in naher Zukunft hier positiv reagieren würde.

Wenn bedacht wird, wie lange vergleichsweise Homo-freundliche Länder für die Öffnung für die Ehe für alle gebraucht haben, dürfte es noch ein langer Weg sein, bis in den östlichen Regionen umgedacht wird.

Aber: nichtsdestotrotz wurde mit den Schweizer Entwicklungen ein weiterer Grundstein für ein internationales Umdenken gelegt.

 

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