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Mehr als „nur“ Regenbogen – was steckt eigentlich hinter der Regenbogenfahne?

Was steckt hinter der Regenbogenfahne

Wer sie sieht, denkt oft ohne Umwege an die stolzen, homosexuellen Menschen dieser Welt, die jeden Tag für ihre Rechte eintreten: die Regenbogenfahne. Kein anderes Zeichen ist derart stark mit der Community verbunden, wie dieses mittlerweile sogar geschichtsträchtige – Symbol.

Die Regenbogenfahne ist vor allem auf Paraden und Demos, wie zum Beispiel dem „Christopher Street Day“ ein starkes symbolisches Mittel, das auf mehreren Ebenen wirkt und eben nicht nur über einen hohen Wiedererkennungswert verfügt.

Hier geht es vielmehr darum, zur eigenen Sexualität zu stehen und gleichzeitig auch für eine tolerante Welt zu werben. Daher weht sie nach all den Jahren immer noch stolz und trotzt jeder Diskriminierung.

Heute gilt die Fahne mit den charakteristischen Farben als international. Doch dies war nicht immer so. Wieso wurde ausgerechnet sie zum Symbol einer kompletten Bewegung?

Der Regenbogen in der Geschichte

Der Regenbogen und seine Bedeutung erfuhren im Laufe der Zeit einen Wandel. Genaugenommen änderte sich der Fokus sogar mehrfach.

So galt die Fahne mit den bekannten Farben unter anderem zum Beispiel als ein Symbol der deutschen Bauernkriege und symbolisierte Hoffnung und Veränderung bzw. die Hoffnung AUF Veränderung.

Sogar das Inkareich soll auf das Design des Regenbogens in seiner Flagge zurückgegriffen haben.

Auch der Entwurf der armenischen Flagge soll die bekannten Farben getragen haben, jedoch setzte sich am Ende doch die rot-blau-orange Trikolore durch.

Erst in den 1970er Jahren wurde der Regenbogen als Symbol der homosexuellen Szene verwendet. Genaugenommen war es im Jahre 1977, als Harvey Milk damit beauftragt wurde, ein Symbol zu erschaffen, das den Stolz, die Lebenseinstellung und die Rechte der LGBTQ Gemeinschaft zu Ausdruck bringen sollte.

Er entschied sich für den Regenbogen und seine aussagekräftige Symbolik. Noch im selben Jahr wurde die Flagge auf einer Parade prämiert und wurde schnell auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Beim Rest handelt es sich um Geschichte – jedoch um eine Geschichte, die noch heute weiter fortgeschrieben wird.

Regenbogen

Die Farben des Regenbogens und ihre Bedeutung

Schon aufgefallen? Anders als der natürliche Regenbogen am Himmel enthält die Regenbogenfahne der Queers nur sechs – anstatt acht – Farben.

Jede Farbe zeichnet sich hierbei durch eine spezielle Bedeutung aus.

Während Rot für Leben, Orange für Gesundheit, Gelb für Sonnenlicht und Grün für die Natur steht, symbolisieren Blau Harmonie und Violett den Geist. Es wäre daher falsch, die Regenbogenflagge ausschließlich als ein „Symbol für Queer-Liebe“ zu sehen, ohne einen Blick auf die – durchaus spannenden – Details zu wagen.

Insgesamt steht der Regenbogen für einen Mix aus Aufbruch, Veränderung und Frieden. Er symbolisiert Toleranz bzw. Akzeptanz und schätzt die Vielfalt von Lebensformen in unterschiedlichen Varianten.

Aufgrund dieser vielfältigen Bedeutung und der unterschiedlichen Interpretationsarten ist es nicht wunderlich, dass die homosexuellen Menschen sich den Regenbogen ausgesucht haben, um ihre Sexualität stolz zu präsentieren und so für ihre Idealvorstellungen – unter anderem auch im Bereich Diversität – einzutreten.

Übrigens: die Regenbogenfahne wird mittlerweile bekanntermaßen auch von heterosexuellen Menschen verwendet, die ihr Engagement innerhalb der Szene zeigen möchten.

Sechs statt acht Farben – wieso eigentlich?

Hin und wieder ist von Plänen zu lesen, dass die Regenbogenfahne von ihren sechs Farben auf die ursprünglich angedachten acht Farben wechseln soll.

Der Grund: vor allem Pink war lange Zeit nicht bzw. nur schwer herstellbar. Jetzt, wo genau das wieder möglich ist, könnten Pink und Türkis offiziell wieder hinzugefügt werden.

Wie eine der bekanntesten Fahnen überhaupt in der Zukunft aussehen wird, wird die Zeit zeigen. Jedoch ist eines sicher: der Regenbogen wird weiterhin den Stolz der homosexuellen Gesellschaft repräsentieren und sicherlich nichts von seinem Wiedererkennungswert einbüßen.

 

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