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Trump soll wegen „Vote! Vote! Vote!“- Video mit „YMCA“ verklagt werden

Trump soll wegen „YMCA“ verklagt werden

Es gehörte zu den Videos, bei denen man sich fragt, ob hier ein Account gehackt wurde: im Rahmen der US-Präsidentschaftswahlen nutzte Trump die – teilweise euphorische – Stimmung der Amerikaner und postete einen Zusammenschnitt aus Clips mit Tanzbewegungen zur LGBTQ Hymne schlechthin: „YMCA“.

Man sah den Präsidenten, wie er seinen Fans zuwinkte und zum Sound die Hüften schwang. Der Clip hat jedoch Folgen. Denn: die Rechteinhaber am Song haben laut mehreren Medienberichten angekündigt, Klage einzureichen.

Denn: es solle nicht akzeptiert werden, dass das Lied für Wahlkampfwerbung des US-Präsidenten genutzt wird. Daher könnte sich aus einem Video, das die Amerikaner ursprünglich zum Wählen ermutigen sollte, ein echter Rechtsstreit entwickeln.

Wer steckt eigentlich genau hinter „YMCA“?

Keine Frage: „YMCA“ gilt als die bekannteste Gayhymne schlechthin und wurde unter anderem auch von den Künstlern komponiert, die bei anderen Hits der Village People, wie zum Beispiel bei „In the Navy“ und bei „Macho Man“, ihre Finger im Spiel hatten.

Allein schon aufgrund der Tatsache, dass es sich bei „YMCA“ (und selbstverständlich auch bei den Village People) um echte Größen der Szene handelt, erscheint es umso verwunderlicher, dass genau dieser Song vom US-Präsidenten für dessen Wahlwerbung genutzt wird.

Immerhin sind er und seine Partei bei Weitem nicht berühmt dafür, sich für die Rechte von Queers in Amerika einzusetzen. Genau das erklärt auch, weshalb sich viele Schwule (und Lesben) schon kurz nach der Veröffentlichung des „Vote! Vote! Vote!“-Aufrufs über das Einbetten des Videos geärgert haben.

Trump war bzw. ist es schließlich, der dafür sorgte, dass das Trans-Verbot im amerikanischen Militär wieder eingeführt wurde. Kurz: er gilt ganz sicher nicht als der Präsident, der sich während seiner Amtszeit um die Rechte von Queers verdient gemacht hätte.

Viele Internetuser machen sich über das Trump Video lustig

Die Reaktionen auf das Trump-„YMCA“ Video? Gespalten. Während viele Trump Anhänger den Humor (?) des US-Präsidenten feierten, machten sich andere über den Mix aus Musik und – zugegeben leicht behäbigen – Bewegungen lustig.

Kurz nachdem es auf der offiziellen Facebook Seite des Präsidenten veröffentlicht wurde, folgten jedoch auch schon weitere Trump Posts, sodass schon nach mehreren Stunden etwas länger gescrollt werden musste, um es wieder aufzurufen.

Weshalb entschied sich Trump überhaupt für „YMCA“?

Die möglichen Gründe, die – trotz der Tatsache, dass Trump sich selten bis gar nicht für die Rechte von Queers stark macht – dafürsprechen könnten, dass er sich genau für dieses Lied entschieden hat, sind vielseitig.

Lag es am eingängigen Beat? An der Tatsache, dass der Song – unter anderem auch aufgrund der Kostüme der Village People – von vielen unweigerlich mit dem klassischen Amerika verbunden wird? Oder vielleicht deswegen, weil er eigentlich lieber ein anderes Lied gewählt hätte, ihm jedoch die Nutzung verboten wurde?

So soll der amtierende US-Präsident laut verschiedenen Berichten unter anderem von Rihanna und Steven Tyler bereits eine Abfuhr erhalten haben. Auch Elton John untersagte die Nutzung seiner Lieder. Dementsprechend könnte es durchaus sein, dass es sich bei „YMCA“ um eine Art „Notlösung“ handelte, von der möglicherweise erwartet wurde, dass sie noch einige Queers im Land überzeugen würde.

Die wahren Gründe, die hinter dieser Entscheidung stecken, werden die Bürger Amerikas sicherlich nie herausfinden. Fest steht jedoch offensichtlich, dass es sich auch ein US-Präsident nicht herausnehmen darf, Songs ohne die Zustimmung der Rechteinhaber zu veröffentlichen.

 

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