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Beatrix von Storch regt sich über zu viele Gays im Fernsehen auf

Beatrix von Storch sagt es sind zu viele Gays im TV

Während viele Menschen die Inklusion und öffentliche Repräsentation der LGBTQ Szene begrüßen, treten auch immer wieder Kritiker in Erscheinung, die sich mit den aktuellen, toleranten Entwicklungen nicht anfreunden können.

Auch viele Politiker der AfD haben sich schon entsprechend geäußert. Beatrix von Storch und viele ihrer Parteimitglieder sprechen immer wieder vom „Verfall traditioneller Familien“.

Das Vorurteil, das homosexuelle Beziehungen im TV Kindern in ihrer Entwicklung schaden, kommt in den aktuellen Diskussionen immer wieder zum Tragen.

Doch was hat eigentlich die aktuelle Debatte rund um die Äußerungen von Beatrix von Storch ausgelöst?

Beatrix von Storch und ihre Kritik am TV Programm

In ihrem Podcast Freie Welt“ empörte sich Beatrix von Storch zusammen mit ihrem Mann darüber, dass zu viele LGBTQ Charaktere mittlerweile im Fernsehen zu sehen seien.

Die Bundestagsabgeordnete sieht die traditionellen Werte der klassischen Familie bedroht. Ihrer Meinung nach wird die Zuschauerschaft mit zu vielen homosexuellen Menschen und deren Lebensstil überflutet.

Die klassischen moralischen Werte einer Familie würden dementsprechend im modernen TV mit Füßen getreten.

Aktivisten und LGBTQ Szene-Sympathisanten sind empört

Aktuell werden die LGBTQ Serien nicht deutlich mehr als noch vor einigen Jahren beworben. Die Tatsache, dass sie mehr im Rampenlicht zu stehen scheinen als andere, schon länger bekannte Formate, rührt daher, dass die Szene lange dafür kämpfen musste, öffentlich (bzw. öffentlicher) stattzufinden. Oder anders: vor einigen Jahren gab es noch deutlich weniger LGBTQ Inhalte, die man überhaupt hätte bewerben können.

Natürlich wird dieser Fortschritt vor allem innerhalb der Queer Gemeinschaft entsprechend gefeiert.

Bei dieser medialen Aufmerksamkeit scheint Beatrix von Storch zu vergessen, dass immer noch über 90 Prozent der deutschen TV Inhalte kaum mit der LGBTQ Szene in Verbindung stehen.

Familienfreundliches Programm – egal, ob klassische oder Regenbogenfamilie – gilt bis heute noch als ein überaus wichtiges Kriterium der Sender bei der Programmgestaltung. Und genau das wird ganz sicher auch in Zukunft so bleiben.

LGBTQ gegen von Storch

Diese Nachricht ist leider nicht die einzig homophobe Aussage der Politikerin. Einer der wichtigsten Fortschritte für die Rechte von homosexuellen Paaren war die Öffnung der Ehe für alle. Nicht nur Homosexuelle feierten diesen Beschluss. Auch viele heterosexuelle Menschen freuten sich für diejenigen, denen es nun endlich möglich war, die „Liebe ihres Lebens“ – und zwar unabhängig vom Geschlecht – zu heiraten.

Auch über diese Entwicklung war Beatrix von Storch alles andere als begeistert. Sie vermutete, dass die Öffnung der Ehe für alle, nun auch zu Sodom und Gomorrha (oder zumindest zur Polygamie) führen würde.

Ob die Politikerin ihr größtes Feindbild in der LGBTQ Szene oder in ausländischen Mitbürgern gefunden hat, ist schwer zu sagen.

Fakt ist: Beatrix von Storch und die Community werden in diesem Leben wohl nicht mehr auf einen Nenner kommen.

LGBTQ TV – erfolgreicher denn je

In einem Punkt hat Frau von Storch dennoch indirekt recht. LGBTQ findet heutzutage weitaus offener im TV statt als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Während es zu Zeiten der „Lindenstraße“ noch einen handfesten Skandal darstellte, dass sich Männer im TV küssten, verteilt heute ein schwuler Bachelor Krawatten an seine Kandidaten.

Viele Zuschauer lieben den Blick über den Tellerrand. Sie feiern die Stars der Szene und schaffen es so, dass Grenzen, die (leider) noch immer in den Köpfen vieler Menschen bestehen, langsam, aber sicher abgebaut werden können.

Dementsprechend bleibt zu hoffen, dass sich die aktuellen Entwicklungen weiter fortsetzen, sodass die aktuelle TV Landschaft die Menschen und das Leben mit all seinen Facetten widerspiegeln kann.

 

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