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CSD Eröffnungsgala in Stuttgart, unter anderem mit Désirée Nick

Désirée Nick eröffnete das Programm des CSD in Stuttgart 

Wie auch mit Hinblick auf andere Großveranstaltungen galt auch für den diesjährigen CSD in Stuttgart, dass die Organisatoren umplanen mussten. Die Message und der Kampf um Toleranz und Gleichberechtigung sollte dennoch in die Welt getragen werden.

Die Eröffnung des CSD 2020 in Stuttgart fand Open Air und im Römerkastell statt. Die Stimmung war – trotz der Einschränkungen durch Corona – ausgelassen und vielseitig.

Zu den bekannten Gesichtern auf der Bühne gehörte unter anderem die „spitzeste Zunge der Nation“, Désirée Nick. Sie betont schon seit langem immer wieder ihre Nähe zur LGBTQ Szene und genoss es sichtlich, das sitzende Publikum durch den Abend zu führen.

Auch in Stuttgart: ein Mix aus Ernsthaftigkeit und Spaß

Wer einmal einen klassischen CSD besucht hat, weiß, dass es zur besonderen Kunst der entsprechenden Veranstaltungen gehört, Ernsthaftigkeit und Lebensfreude miteinander zu vereinen. Genau dieses Ziel wurde auch in Stuttgart erreicht.

Désirée Nick betonte in diesem Zusammenhang immer wieder, wie wichtig es sei, Vielfalt in zahlreichen Facetten zu leben und fand bewundernde Worte für die Szene und deren Mitglieder.

Wie bereits in München, gestaltete sich auch das Programm in Stuttgart im Rahmen des CSD vielleicht noch ein wenig politischer als es in den Vorjahren der Fall war.

Die entsprechenden Botschaften wurden meist künstlerisch, zum Beispiel in Gedichte und Tänze verpackt, und stießen auf offene Ohren (und Augen).

Sind CSDs überhaupt noch zeitgemäß? – Oh ja!

Im Rahmen des Events wurde auch das ein oder andere Mal – oft indirekt – die Frage gestellt, ob eine Veranstaltung wie der CSD heutzutage überhaupt noch nötig sei.

Mit Hinblick auf die Tatsache, dass vielerorts noch ein weiter Weg in Bezug auf Gleichberechtigung und Toleranz zu gehen ist, dürfte die Antwort klar sein. Auch wenn schrille Kostüme und teilweise sehr direkte Reden sicherlich niemanden mehr so wirklich schocken, bleibt die Botschaft klar: die LGBTQ Szene möchte anerkannt werden – auf allen Ebenen.

Im Rahmen der Reden beim CSD in Stuttgart wurde unter anderem Bezug auf aktuelle Probleme, wie zum Beispiel die Regelungen zur Blutspende und die Herausforderungen von Regenbogenfamilien, genommen.

Diese und viele weitere Botschaften konnten 2020 leider nur von einem kleinen Publikum vor Ort gehört werden. Wer nicht live dabei war, konnte dem Spektakel bzw. fielen Highlights online beiwohnen.

Und genau hierbei handelt es sich wohl um den besten Beweis dafür, dass es Gays bzw. Queers beim CSD eben NICHT nur um die ausgelassenen Feiern und Paraden geht, sondern um mehr. Der CSD in Stuttgart hat sich an die Corona-Krise angepasst, ohne auch nur ein Fünkchen seiner Botschaft zu verlieren. Zudem schafften es die Organisatoren mit Désirée Nick und vielen weiteren Gesichtern der Szene ein echtes Highlight zu schaffen.

Ein liebevoll gestaltetes Programm, abwechslungsreiche Darstellungen und die Übertragung über das Internet sorgte mit dem CSD in Stuttgart einmal mehr dafür, dass die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf ein besonderes Thema gelenkt wurde. Kurz: hier dürfte jeder seinen Favoriten gefunden haben.

Bis kommendes Jahr die klassischen CSDs in gewohnter Weise hoffentlich wieder gefeiert werden können, handelt es sich bei der virtuellen Variante um eine tolle Alternative, die dafür sorgen kann, dass auch in Zeiten von Corona die Pride Messages nicht verloren gehen.

 

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