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„All you need“ – ARD Serie soll sich um vier schwule Männer drehen

Eine neue Gay Serie im ARD! - „All you need“

Nachdem mit „Prince Charming“ den „Bachelor“ in die Queer Szene geholt hat, hat sich nun auch ein öffentlich-rechtlicher Sender dazu entschlossen, die LGBTQ Szene in seinem Programm womöglich ein wenig gezielter anzusprechen. Seit einigen Tagen wird an der Serie „All you need“ gedreht.

Laut einer Pressemitteilung dreht sich bei dieser Serie in sechs Zeilen alles um vier schwule Männer, die nach der Großen Liebe und dem berühmten Ankommen suchen. Ein (mitunter) schweres Unterfangen. Vor allem deswegen, weil klassische Dating Apps hier manchmal weniger zum Ziel führen und lediglich in flüchtigen Abenteuern münden.

Regie führt kein Unbekannter. Benjamin Gutsche ist unter anderem auch für „Arthurs Gesetz“ verantwortlich. Bei dem Projekt handelt es sich dennoch um eine kleine Premiere. So öffentlich hat sich noch keine Serie der ARD mit dem Schwulsein beschäftigt.

Worum geht es in „All you need“ genau?

Bei „All you need“ dreht sich alles um vier schwule Männer, die in Berlin leben. Den Machern der Serie war es offensichtlich sehr wichtig, hier vollkommen unterschiedliche Typen zusammenzubringen. So setzt sich die Gruppe aus:

  • Vince (klassischer Partystudent)
  • Robbie (eher der geheimnisvolle, etwas verschlossene Typ)
  • Levo (konventionell und etwas reserviert)
  • Tom (seines Zeichens Familienvater und „Spätes Coming Out).

Interessanterweise verfolgen alle vier dasselbe Ziel: sie möchten ihrem Single Dasein ein Ende setzen und (sich vielleicht auch selbst ein wenig) beweisen, dass es auch im 21. Jahrhundert und in Zeiten von Grindr & Planet-Randy noch möglich ist, die Große Liebe zu finden.

Da im Zuge der vier Hauptfiguren viele unterschiedliche Charakterzüge dargestellt werden, dürfte es Gays aus unterschiedlichen Altersgruppen nicht wirklich schwerfallen, sich mit der ein oder anderen Figur zu identifizieren.

Welche Themen werden in „All you need“ behandelt?

All you need“ soll viele verschiedene Themenbereiche abdecken und sich dementsprechend nicht nur um das oben erwähnte Ankommen drehen. Unter anderem stehen Beziehungen und deren besondere Herausforderungen, finanzielle Probleme, Affären und die Verwirklichung von Träumen im Fokus.

So muss sicherlich kein Zuschauer Angst davor haben, sich urplötzlich in einer klassischen Liebesserie mit jeder Menge Herzschmerz wiederzufinden.

Schwule Männer im TV – immer noch eine Seltenheit?

Damals, als Georg Uecker in seiner Rolle als Carsten Flöter in der „Lindenstraße“ einen Mann küsste, ging ein Raunen durch Deutschland. Seither hat sich viel getan. Unter anderem haben „GZSZ“ und viele weitere Serien bewiesen, dass die Darstellung von schwulen Beziehungen kein Tabu mehr sein muss.

Dennoch erscheint es auch im Zusammenhang mit „All you need“ sicherlich für viele ein wenig schade, dass die Serie nicht in das offizielle TV-Programm der ARD aufgenommen wird, sondern lediglich in der ARD-Mediathek abrufbar sein wird.

So könnte es durchaus sein, dass ein wenig der Eindruck entsteht, dass das Publikum möglicherweise noch nicht reif für Themen dieser Art sei? Unter einem ähnlichen Effekt litt in der Vergangenheit auch der oben erwähnte „Prince Charming“. Während sein heterosexueller „Kollege“ auf RTL in der Prime Time gezeigt wird, wird die Sendung rund um den schwulen Bachelor auf die späten Abendstunden im VOX Programm verschoben.

Doch wer weiß? Vielleicht werden die Einschaltquoten in der zweiten Staffel so hoch, dass hier gehandelt und irgendwann auch ein Prince Charming um 20:15 Uhr im TV nach seiner Großen Liebe suchen wird?

 

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